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Schulterluxation

 

 

Was ist das Problem:

Die Schulter hat für ihre hohe Beweglichkeit ihre Stabilität hinten angestellt. Durch Unfälle kann es zu einer Ausrenkung kommen. Diese ist zumeist nach vorne, kann aber auch nach hinten oder unten vorkommen. In der Richtung der Ausrenkung werden dabei stabilisiernde Strukturen - Bänder, Knorpel, Muskel, etc - verletzt. Ein besonderer Fall sind Menschen mit Überbeweglichkeit, die zum Teil ihre Schultern, auch ohne je einen Unfall gehabt zu haben, selber aus- und einrenken können. 

Konservative Behandlung:

In vielen Fällen, abhängig von Alter, Unfallmechnismus, etc können diese Strukturen durch eine Ruhigstellung heilen. Unsere eigenen Studiendaten zeigen, dass drei Wochen in einer einfachen Schlinge fast immer ausreichen um eine gute Vernarbung der verletzten Gewebe zu erlauben. Dadurch wird die Stabiliät oft ausreichend wiederhergestellt. Durch eine gezielte Physiotherapie wird der Kraftaufbau erreicht und das Vertrauen in die Schulter wieder hergestellt. Der allergrösste Teil der Patienten braucht keine weitere Behandlung. 

 

Operative Behandlung:

Eine Operation ist notwendig wenn trotz konservativer Therapie die Schulter wieder auskugelt, aber auch bei grösseren Verletzungen oder hohem körperlichem Anspruch (Sportler, strenge manuelle Tätigkeit). Es gibt eine Reihe von Operationen die für eine Stabilisierung der Schulter in Frage kommen. Die Richtige wird gemeinsam mit dem Patienten ausgewählt und auf die individuellen Bedürfnisse und Ansprüche abgestimmt.

 

Krankenhausaufenthalt:

Je nach Ausmass des Eingriffs 3-5 Tage.

Wie geht es weiter? Was gibt es zu beachten?

Nach der Operation wird die Schulter für 4 Wochen in einer Schlinge (ähnlich dieser Art) ruhig gestellt. Parallel braucht eine gezielte Physiotherapie. Die Rückkehr zum Sport erfolgt nach 3-4 Monaten. 

Dieser Patient kam mit dem Velo zu Sturz und fiel dabei auf die Schulter. Durch diesen Unfall kam es zu einer Ausrenkung der Schulter. Auf dem CT Bild sieht man sehr schön, wie sich der Oberarm unter der Gelenkspfanne verhakt hat.

 

Bei einer solchen Luxation kann es auch zu Brüchen oder Nervenabklemmungen kommen. Die Reposition der Schulter sollte daher durch einen Profi erfolgen, und Knochen und Gefäß/Nervenfunktion nach Reposition getestet werden! 

Ein wichtiger Stabilisator der Schulter ist das sog. Labrum, welches wie ein Dichtungsring wirkt. Bei der Schulterluxation ist es am häufigsten verletzt. 

Bei der Schulterstabilisierung wird diese Labrum im Rahmen einer Gelenksspiegelung mit Hilfe von Fäden angeschlagnen und wieder am Schulterblatt befestigt.