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Rotatorenmanschette

 

 

Was ist das Problem:

Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe von 4 Muskeln, die die Schuler bewegen und stabilisieren. Einzelne oder mehrere dieser Muskel können durch Unfall oder Degeneration vom Oberarm abreissen. Dadurch entstehen starke Schmerzen, speziell in der Nacht, und die Bewegung des Arms geht verloren. Je nach Muskel ist dann zum Beispiel das Anheben oder Innendrehen schwer bis unmöglich. 

Konservative Behandlung:

Die konservative Therapie ist primär für die degenerativen Rupturen, sprich solche ohne Unfall, eine Option. Hier wird die schmerzhafte Entzündung mit Medikamenten und physikalischen Methoden bekämpft, und die restlich Muskulatur der Schulter wird mit physiotherapeutischen Übungen aufgebaut. Infiltrationen können auch sehr hilfreich sein. Es hat sich gezeigt, dass binnen 2-3 Monaten eine relevante Verbesserung in Schmerz und Beweglichkeit erreicht werden sollte. Wenn das nicht gelingt sollte eine Operation zeitnah durchgeführt werden um bleibenden Probleme zu vermeiden. 

 

Operative Behandlung:

Bei der Operation werden die Enden der gerissenen Muskeln im Rahmen einer Arthroskopie mit Fäden am Oberarmknochen befestigt. Wenn die Ruptur zu gross oder das Gewebe zu kaputt ist um eine Refixation zu erlauben, dann kann durch eine Teilnaht oder durch eine Reinigung der Ruptur eine deutliche Schmerzreduktion erreicht werden. 

 

Krankenhausaufenthalt:

Es empfiehlt sich mit 1-3 Tagen Aufenthalt zu rechnen. 

 

Wie geht es weiter? Was gibt es zu beachten?

Nach der Operation braucht es für 6 Wochen eine Schlinge (ähnlich dieser Art). Die komplette Rekonvaleszenz bedarf eines knappen halben Jahres. 

 

Ein 51-jähriger Handwerker nach Sturz. Die Sehnenkappe der Rotatorenmanschette ist komplett gerissen. Der freie Rand (Pfeile) hat sich von der eigentlichen Ansatzstelle (rot unterlegt) zurückgezogen. Dazwischen kann man bis zum Schulterblatt sehen.

Der Patient kann den Arm nicht mehr heben und leidet unter Schmerzen, v.a. in der Nacht.

Die gerissene Rotatorenmanschette kann im Rahmen einer Gelenkspiegelung genäht werden. Dabei werden Fäden im Knochen verankert und dann durch die gerissene Sehne gestochen. Damit kann dann die Sehne wieder am Knochen fixiert werden.

 

Die Fäden werden dabei mit Spezialinstrumenten durch die Sehnen gestochen. Mit etwas Geschick kann man hier auch verschiedene Schlaufentechniken anwenden, um eine bessere Fixation zu erreichen.