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Die Kalkschulter

Was ist das Problem:

Aus unbekannten Gründen kann sich in den Sehnen der Schulter Kalk bilden. Diese Kalkdepots verursachen sehr starke Schmerzen, mechanische Beschwerden wie Knacken oder Reiben und eine beschwerdereiche Entzündung. Am häufigsten treten sie bei Frauen zwischen 30 und 60 Jahren auf, werden aber auch bei Männern und in allen Altersstufen gesehen.  Auf Dauer kann das Kalkdepot der Sehne sehr schaden und/oder eine Frozen Shoulder verursachen.

 

Konservative Behandlung:

Die Kalkschulter kann in den allermeisten Fällen konservativ behandelt werden. Oft reichen entzündungshemmende Medikamente und Physiotherapie. Eine Kortisoninfiltration kann die Behandlung beschleunigen und die starken Schmerzen lindern. Unsere eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen haben guten Erfolg mit einer Stosswellentherapie gezeigt, durch die das Kalkdepot indirekt aufgebrochen werden kann.  

 

Operative Behandlung:

Wenn nach 6 Monaten kein Erfolg in der konservativen Therapie erreicht werden kann, oder wenn die Schmerzen und Einschränkung zu gross sind, dann sollte über eine Operation gesprochen werden. Oft ist das bei grossen Depots der Fall, aber auch bei sehr aktiven Patienten, oder bei Rückfällen. Dabei wird der Kalk chirurgisch ausgespült, manchmal braucht es aber auch einen Naht der Sehne, in der der Kalk war. 

Krankenhausaufenthalt:

In Summe sind 1-2 Tage im Krankenhaus empfehlenswert, machmal kann die Operation auch ambulant durchgeführt werden. 

 

Wie geht es weiter? Was gibt es zu beachten?

Nach der Operation braucht eine gezielte Physiotherapie. Bei manchen Patienten gibt es einen Rückfall, oder auch ein Kalkdepot in der anderen Schulter. Dazwischen können aber Jahre vergehen.

 

Aus unbekannten Gründen kann sich in den Sehnen der Schulter ein Kalkdepot bilden (roter Pfeil). Dies ist außerordentlich schmerzhaft.