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Die Bicepssehne

 

 

Was ist das Problem:

Die lange Bicepssehne läuft direkt durch das Schultergelenk und ist hohen Kräften ausgesetzt. Bei hoher Belastung, aber auch im Alter, kann die Sehne degenerieren. Sie kann auch instabil werden und im Gelenk rollen. Bei Unfällen kann sie sogar reissen. Glücklicherweise hat der Biceps an der Schulter eine zweite Befestigung (bi-ceps = zwei-Köpfe).

Konservative Behandlung:

Die Entzündung kann sehr gut mit Physiotherapie, schmerzstillenden Medikamenten und Infiltrationen behandelt werden. Kleine Teilrupturen eigenen sich auch zur konservativen Therapie, da der zweite Kopf übernehmen kann.

Operative Behandlung:

Wenn die konservative Therapie keine Verbesserung bringt, dann kann mit einer Operation geholfen werden. Dabei kann die Sehne entweder entfernt oder refixiert werden. Risse werden beim sehr aktiven Menschen befestigt. 

Krankenhausaufenthalt:

Zumeist reichen 2-3 Tage im Krankenhaus. 

Wie geht es weiter? Was gibt es zu beachten?

Nach der Refixation gibt es eine Schlinge (ähnlich dieser Art) für 10 Tage und ein Hebeverbot von 1 kg für 6 Wochen. Die Schulter und der Ellbogen dürfen aber ab sofort nach Massgabe der Beschwerden benutzt werden.

Bei diesem Patienten ist es zu einer Instabilität der langen Bicepssehne (B) gekommen. Deswegen rollt sie nun vom Oberarmkopf (Humeruskopf, H) und hat begonnen den Innendrehermuskel der Rotatorenmanschette (R) einzuschneiden. Beides kann arthroskopisch behandelt werden. 

Die lange Bicepssehne kann sowohl offen, als auch im Rahmen einer Gelenkspiegelung refixiert werden.

 

In beiden Fällen kann man hierfür Fadenanker benutzten. Genauso wie bei der Naht der Rotatorenmanschette kann man auch hier - wieder mit etwas Geschick - sehr stabile Schlaufenfiguren stechen, um die Bicepssehne möglichst stabil zu fassen.