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Arthrose der Schulter 

Diese Patientin leidet an einer hochgradigen Arthrose der Schulter. Der Gelenkspalt ist komplett aufgebraucht. Sowohl Pfanne als auch Kugel sind stark verformt und haben Zysten. Die Beweglichkeit ist aufgehoben und die Schmerzen stark, speziell in der Nacht.

 

 

Was ist das Problem:

Nach Knie und Hüfte ist die Schulterarthrose die dritthäufigste Arthrose des Menschen. Da weniger Kraft durch die Schulter fliesst als durch das Bein, ist die konservative Behandlung etwas einfacher.  

 

Konservative Behandlung:

Die konservative Behandlung ist der erste Schritt und in den meisten Fällen ausreichend. Eine gezielte Schmerztherapie mit Tabletten und/oder Infiltrationen macht die Schulter schmerzarm. Danach kann mit Tapes oder Bandagen unterstütz werden, während durch eine gezielte Physiotherapie der Kraftaufbau und die Funktionsverbesserung erreicht wird. 

 

Operative Behandlung:

Die operative Behandlung hat zwei Ziele. In der frühen Phase ohne schwere Gelenksschäden kann durch Entfernung von Vernarbungen und freier Gelenkskörper eine Verbesserung der Situation erreicht werden. Bei der schweren Gelenksschädigung wird das kaputte Gelenk ersetzt um die Funktion der Schulter - und damit des ganzen Arms - zu retten. 

 

Krankenhausaufenthalt:

Bei komplexen Fällen kann der Krankenhausaufenthalt eine Woche dauern, oft auch in Verbindung mit einer intravenösen Rheumabehandlung. Arthroskopien brauchen nur 2-3 Tage Aufenthalt.

 

Wie geht es weiter? Was gibt es zu beachten?

Nach der Implantation einer Prothese sind regelmässige Kontrollen wichtig um neue auftretende Probleme - Lockerung, Abrieb, etc - rechtzeitig zu erkennen und abzufangen.

 Moderne Prothesendesigns erlauben sehr gewebeschonend zu operieren und zwar nicht nur was die Muskel betrifft, sondern auch mit minimalem Verlust von Knochen.

 

Das reduziert die Menge an Fremdkörpern in der Schulter und wirkt sich positiv auf Infektrisiko und die Gefahr eines Bruches im Falle eines Sturz aus.